11.07.2017

Relax!


ich fühle mich etwas zersaust. wie der vogel am bild. die ganze nacht tobte ein heftiges gewitter. davor haben meine freundin und ich stundenlang goodwife geschaut. gestern mal kein besuch in der neuen, wunderbaren wohnung. gestern wurde nicht gekocht, gesaugt oder aufgeräumt. gestern waren wir einfach couchpotatoes. stundenlang.
manchmal sind regen- und gewittertage im sommer notwendig. um eine pause vom sommer machen zu können. um mal drinnen sein zu dürfen, ohne den dringenden zwang zu verspüren, raus zu müssen, ins wasser, um sonne zu tanken, um den sommer in vollen zügen zu genießen. der innere zwang. in letzter zeit spüre ich ihn. als wär ich aufgewacht und könne nicht mehr einschlafen. ich mag das.  ich mag mein leben. ich mag es seit ich in die schule gehe. seit ich inspiration tanken kann, während ich mich entfalte, bewege, musiziere, werke. wenn ich so darüber nachdenke, hab ich meinen alltag wahrscheinlich noch nie so genossen. es hat immer etwas nicht ganz gepasst, war nicht stimmig. jetzt ist es stimmig. schön. und gleichzeitig besteht die gefahr, nicht runterzukommen. auszubrennen. burn out.
meine freundin hat das, denke ich. als lehrerin will sie gerne ihr allerbestes für die kinder geben. und dann ist sie komplett leer am ende des schuljahres. hat null energie und null ressourcen mehr.
entspannen und loslassen scheinen herausfordernd zu sein. bewusst und achtsam werden. langsam. atemzug für atemzug. hinspüren. auf das zersauste. pausen machen. sich im anstatt üben!

03.04.2017

fully alive


mich zeigen. in all meinen facetten.
ganz. sein. authentisch.
greifbar werden.
nicht nur bei meinen nächsten. oder da, wo ich wertschätzung bekomme. und sicher bin.
sondern: immer. und überall.
auch da, wo ich widerstand bekomme. kritik. und besonders da, wo ich alleine bin mit meiner ansicht.
mich ganz zeigen.
um gesehen und wahrgenommen zu werden. um mitzumischen. und mitzumachen. um etwas auszulösen.
statt immer zu schauen, was gerade sein darf. statt mich an den anderen zu orientieren. statt mich ununterbrochen zurückzuhalten.
mir selbst die erlaubnis geben. mich selbst wichtig nehmen. im vertrauen, gut zu sein. und wohlwollend.
mein eigenes entwicklen! statt mich fügen und nachmachen.
yeah!

16.03.2017

Das schöne am Frühling ist, dass er immer gerade dann kommt, wenn man ihn am dringendsten braucht. (Jean Paul, 1763-1825)

06.03.2017

sag nicht, dass du angst hast, kleine samia...


  
ich bin berührt und schockiert vom buch "mit träumen im herzen"  von guiseppe catozzella. die somalierin samia yusuf omar hat mit 17 jahren an den olympischen spielen in peking (2008) teilgenommen, ist letzte geworden. sie wollte nochmal teilnehmen. da sie in somalia wegen des krieges weder trainieren noch genug essen konnte, um muskeln aufzubauen ging sie nach äthiopien. und dort trainierte sie als illegale in der nacht. eigentlich wollte sie somalia nicht verlassen. aber um ihren traum zu leben, um athletin sein zu können, verlässt sie ihr land und versucht schießlich nach europa zu kommen. die geschichte ihrer flucht ist eindrücklich beschrieben. sie ertrinkt vier monate vor den olympischen spielen in london 2012 im mittelmeer bei dem versuch, ein tau eines italienischen bootes zu erwischen.
ich bin so erschüttert, weil ich jetzt ein gesicht und eine geschichte kenne. und jeder mensch, der im mittelmeer ertrinkt hat ein gesicht und eine stimme!
und ich kann mir darüber gedanken machen und in einem warmen bett einschlafen...
"Sag nicht, dass du Angst hast, kleine Samia. Niemals. Sonst fühlen die Dinge, vor denen du Angst hast, sich groß und glauben, sie könnten dich besiegen."
"Das war das erste Mal, dass sie uns Hawaian (Tier) nannten. Sobald man in der Wüste war, hörte man auf, ein Mensch zu sein. Ich war schon in Addis Abeba eine Tahrib (Illegale) gewesen, aber jetzt war ich eine schutzlose Tahrib. Auf der Flucht und verletzlich. Nur noch ein Tier, dessen Leben an einem Faden hing, der immer dünner wurde."

14.09.2016

außerhalb des rahmen denken

what if I fall?
oh but my darling, what if you fly?
Erin Hanson

09.09.2016

geburtstagsdankbarkeit...


ich bin dankbar. für so vieles. zb dafür dass ich heute geburtstag habe. und mich darüber freue. einfach nur, weil es mein geburtstag ist. (wär lustig wenn man jeden tag als so besonders wahrnemen würde). und auch noch für...
* das altweibersommerlicht, das ich an der hauswand sehe.
* bunte bäume und herbstliche blätter.
* frische luft, die bei der balkontür rein kommt und eine kalte nasenspitze.
* gewissheit, dass es heute warm wird und ich schwimmen gehen kann und ich den tag mit lieben menschen verbringe
* vogelgezwitscher
* finding dory luftballons in der wohnung
* geburtstagssonnenblumen am weißen kleinen tisch in der blumigen blumenvase
* zeit für mich zum kaffee trinken, schreiben, lesen
* nach einer verzweifelten "wo ist mein weg???" phase mich zufrieden und neugierig meinen weg gehend erleben (und den eindruck zu haben, am "richtigen" weg zu sein!)
* den weg, den ich schon hinter mir habe und der mir geschenkt wurde ganz nach dem motto: jeder schritt ist ein geschenk (eine weisheit vom camino primitivo)
* die pilgerin die ich in mir entdeckt habe
* den achtsamkeitskurs, den ich seit dienstag mache, der mir neue facetten des lebens zeigt
* den spirit der gewaltfreien kommunikation - from correction to connection; alles darf sein
* die unterstützung, das vertrauen, die ermutigung und den zuspruch meiner freundin, und freundinnen, und familien
* und für viel mehr!

08.09.2016

Outing Teil 1: Es gibt auch gleichgeschlechtliche Beziehungen!



Am Wochenende war ich beim Vertiefungstraining für gewaltfreie Kommunikation. Es gab eine Kleingruppe zum Thema Partnerschaft. Ich begann zu sagen: "Mein Freundin" Und dann die Reaktion: "Warum redest du von deiner Freundin wenn wir hier in einer Kleingruppe zum Thema Partnerschaft sind?"
...
Meine Antwort: "Weil ich mit einer Frau zusammen bin."

Ja, das gibt es.
Ich wünschte ich würde in einer Welt leben, in der vielfältige Lebensformen im Bewusstsein der Menschen existieren! Dann müsste ich mir nicht immer wieder bei neuen Bekanntschaften überlegen, wie ich mich outen soll und ob ich mich outen soll... Diese Outing Überlegungen sind ziemlich anstrengend für mich... Seit fast 5 Jahren ist dies nun ein Thema für mich. Und immer wieder steh ich vor der selben Frage: Soll ichs erzählen? Bin ich mitgemeint wenns um Partnerschaften geht? Geht es jemanden an? Privat ist ja privat... Was halten die Leute davon? Mögen sie mich dann nicht?
Mir wurde gesagt, je selbstbewusster ich von meiner gleichgeschlechtlichen Beziehung spreche, desto leichter ist es für andere, darauf zu reagieren.
Das passt gut, ich hab sowieso keine Lust mehr, mich zu verstecken! Also wenn ich den Neffen meiner Partnerin vom Kindergarten hole und gefragt werde, wer ich bin, sage ich: "Die Partnerin seiner Tante".
Vorgestern hab ich Freundin gesagt. Nächstes Mal sag ichs so, dass man sich auskennt - ab jetzt also Partnerin. Und mal schauen, was so passiert!

14.08.2016

Harte Lektionen


ich habe gelernt...
* dass es nichts bringt, angst davor zu haben, dass andere etwas bestimmtes über mich denken. ob ich angst habe oder nicht, sie denken, was sie denken.
* vermutungen sind genauso sinnlos wie angst. nur nachfragen und reden hilft, um klarheit zu bekommen. und der zeitpunkt kommt von selbst.
* ich weiß jetzt, dass ich mit meinen bildern herumgehe. wenn ich glaube, die mag mich nicht, muss das nicht sein. es kann sein, dass ihr harmonie wichtig ist, weil auseinandersetzungen ihr riesen angst machen.
* und gleichzeitig weiß ich, dass ich, wenn ich ein bestimmtes gefühl habe, dieses gefühl ernst nehmen darf. dann liegt etwas in der luft. leider kann ich nicht alleine herausfinden was es ist...  
* und ich weiß dass meine bilder meine wut und meinen ärger auslösen. wenn ich denke: "so darf sie nicht mit mir umgehen" werde ich wütend. ich interpretiere mit meinem kopf. sie meint es vielleicht ganz anders.
* wut und ärger sind warnlampen dafür, dass ich etwas anders haben will. wut und ärger dürfen sein. gleichzeitig ist es wichtig zu wissen, dass sie distanz schaffen! und nicht verbindung. außer man ärgert sich gemeinsam... hinter der wut und dem ärger steht immer noch etwas. das verbindung schafft und keine angst erzeugt, wenn es ausgesprochen wird!
* und trotz allem, kann ich sie nicht abstellen. meine inneren urteile und interpretationen und stimmen. sie hören. aber nicht auf sie hören sondern ihnen empathie geben. oder f**k it!
* es hilft anders an probleme heranzugehen. wenn ich etwas als problem definiere, verspanne ich mich. alles zieht sich zusammen. wenn ich demgegenüber offen bleibe, und es nicht als problem ettiketiere, kann ich damit umgehen. dann verliert es an anspannung und bedrohung. no problem, also...

09.08.2016

entspannung...


bei meinen eltern im haus. und im garten. ich genieße licht und gras und luft und garten. was für ein luxus: aufstehen, den himmel sehen, im pyjama raus gehen, draußen kaffee trinken und den wolkenlosen blauen himmel oder wolken am himmel genießen. einfach. sitzen. kaffee. trinken. rundherum bienen. libellen.

29.07.2016

Five Freedoms



The freedom to see and hear what is here, 
instead of what “should” be, was, or will be.


The freedom to say what you feel and think, 
instead of what you “should” feel and think.


The freedom to feel what you feel, 
instead of what you “ought” to feel.


The freedom to ask for what you want, 
instead of always waiting for permission.


The freedom to take risks on your own behalf, 
instead of choosing to be only “secure”.

Virginia Satir 

28.07.2016

endlich regen!


die zeit läuft mir aus den händen. ich will jeden augenblick ganz genießen und da sein. und wenn mir das nicht gelingt bin ich deprimiert und frustriert. ich hatte vier depri-tage. viele streitereien mit meiner partnerin. und ich schaffs nicht, diese frustierenden, anstrengenden momente gelassen zu sehen. im nachhinein schon. aber währenddessen ist es als ginge die welt zu grunde... und gleichzeitig ist sommer. den ich so liebe. auf den ich das ganze jahr über sehnsüchtig warte. er ist da. und ich will ihn nicht versäumen. woher kommt mein stress und meine unruhe? wo ist meine vom pilgern gelassene seele hin?irgendetwas treibt mich. obwohl ich momentan (und eigentlich immer) alle zeit der welt habe... 
heut regnets endlich. und ich kann gelassen nach steinebrunn fahren. ohne angst etwas zu versäumen. jeden moment ganz auskosten stresst mich. gut, dass ich bald einen achtsamkeitskurs mache. brauch was, das mich wieder runter holt... 

25.07.2016

sehnsucht nach dem meer und f**k it...




ich bin wieder zurück. nach drei wochen. 
mit viel meer sehen, auf klippen am meer gehen, burger essen, entdecken, beruhigen, streiten, bus fahren und im meer sein.
es ist nicht so einfach zu zweit unterwegs zu sein, wenn jede ganz unterschiedliche vorraussetzungen hat: die eine will entspannen, endlich runter kommen und die andere will entdecken, mit menschen in kontakt treten, abenteuer erleben... nicht leicht. 
und jetzt bin ich zurück in der kleinen baustellenwohnung, die direkt über der kindergruppe liegt... und ich bin ein bissi ratlos... und lustlos... und leer... 
ich glaube, ich habe fernweh...
nach dem jakobsweg bin ich gerne wieder zurückgekommen. doch jetzt ist es zu früh. die wiche am meer war zu wenig. ich liebe diese unendliche weite und tiefe... ich liebe es unter der oberfläche zu sein und fische zu sehen... ich mag mehr meer...
beim unterwegs sein, ob zu fuß oder mit dem boot, fühle ich mich lebendig. und hier... eingeschränkt... (liegt vielleicht auch am bohrgeschräusch vom nebenhaus oder an meinen schwindenden finanziellen mitteln...)
in dublin hab ich mir ein buch gefkauft: f**k it. the ultimative spiritual way. und es geht darum, zu entspannen, zu tun, was man will, indem man f**k it zu all dem sagt, wovon man glaubt, dass es wichtig für einen ist... die techniken:
* relaxing: finding the source of pleasure inside
* letting go: knowing that you'll be ok, when you don't have the things you hold on to
* accepting everything as it is
* watching whats going on inside
* conscious breathing: just say f**k it and then sigh and breath out
und in dem buch geht es auch wieder darum, zu tun, was man tun will... ich komm immer und immer wieder zum selben punkt: kein job, kein geld, kein plan. ich mag es irgendwie, weil dann alles offen und möglich ist. gleichzeitig macht es mir angst. ich hab dann nichts, was ich vorweisen kann. kann nicht sagen, ich bin das oder das. bin nur ich.
was ist, wenn ich mehr machen will, als eines...
... fotografieren...
... mit kindern sein...
... schreiben...
... um die Welt gehen...
... menschen begleiten...
naja... mal schauen... jetzt geh ich mal raus und mach fotos :-)



01.07.2016

gefühlstheorie


" es geht hier also nicht darum, mehr freude und weniger schmerz zu fühlen, sondern zu lernen, jedes gefühl ganz zuzulassen, bewusst umzusetzen und letztendlich sogar zu genießen. ja! zu genießen - auch die angst, auch die wut und, ja, auch die trauer." amana virani
amana virani schreibt in "gefühle. eine gebruachsanweisung", dass es fünf hauptgruppen von empfindungen gibt:
* sehen, riechen, schmecken, tasten und hören sind körperliche empfindungen
* hunger, durst, sexuelle erregung, eifersucht, gier, neid, muttergefühle, verliebtheit, biologische angst und aggression sind biologische programmierungen, die unser überleben sichern
* wut, angst, freude, trauer und scham sind reine gefühle, die uns als kräfte dienen, um mit unserer um- und mitwelt in beziehung zu treten
* emotionen sind akkumulierte, abgestaute, unerlöste gefühle die sich in emotionalen schmerz zeigen und nicht als kraft eingesetzt wurden
* liebe, mitgefühl, annahme, vertrauen nennt sie fähigkeiten - die noch entwickelt werden müssen

virani sagt, man müsse platz, sinn und nutzen der gefühle kennen, damit sie das eigene potenzial entfalten können; gefühle entstehen, weil wir interpretieren - auf diese interpretation folgt das gefühlt - das bedeutet, dass wir aktiv für unsere gefühle verantwortlich sind! gefühle machen sinn und helfen uns, zu reagieren, zu handeln, zu leben - sie sind neutrale kräfte.

interpretation      --> gefühl  element    aufgabe               schatten                   kraft
"das ist falsch"      --> wut:       feuer        handlung              zerstörung                klarheit  
"das ist schade"     --> trauer:   wasser      annahme              passivität                  liebe
"das ist furchtbar" --> angst:    erde          kreativität            lähmung                   schöpfung
"das ist richtig"     --> freude:   luft           wertschätzung     illusion                     anziehung
"ich bin faslch"     --> scham:   äther        selbstreflexion     selbstzerfleischung   demut

sie sagt, es gibt einen unterschied zwischen schmerz und leid. schmerzen kommen und gehen und gehören zum leben dazu. leid entsteht aus absolutheitsansprüchen - zum beispiel: "schmerzen dürfen nicht sein" wäre ein absolutheitsanspruch, der leid verursacht, sobald mensch schmerzen spürt oder "wut ist schlecht" ist auch ein absolutheitsanspruch, der leid verursacht. jedes mal wenn jemand wütend ist, glaube ich, dass das nicht sein darf. dann werde ich handlungsunfähig. es ist also wichtig, die eigenen absolutheitsansprüche zu kennen, anzunehmen und zu personalisieren, damit sie statt leid wieder schmerzen verursachen. reflexionsfragen für absolutheitsansprüche:
* was müsste sich im außen verändern, damit ich nicht mehr leide?
* was ist so falsch, dass es nicht existieren darf? was ist unmöglich in dieser situation, an dieser person?
* was sollte anders sein?

zusätzlich gibt es emotionen - die entstehen, wenn nicht alle gefühle gelebt werden, wenn ich bestimmte gefühle nicht fühle und sie mit einem anderen gefühl überdecke. ich habe zum beispiel erkannt, dass ich wut gut fühlen kann aber dass ich große angst vor trauer habe. weil trauer, wenn sie stark ist, mich handlungs- und bewegungsunfähig macht. oft spüre ich wut obwohl ich eigentlich traurig bin. auch hier macht es sinn, die gefühlsvermeidungsstrategien zu erkennen.
fragen dazu:
* welchen tätigkeiten musst du wie unter innerem zwang nachgehen?
* was sind deine süchte (auch substanzlose)
* was machst du wenn du dich schlecht fühlst?
und dann such dir eine vermeidungsstratgie aus und verpflichte dich eine woche lang, immer wenn du sie anwendest, deine aufmerksamkeit auf das innere fühlen zu wenden

tätigkeiten, denen ich zwanghaft nachgehe:
* andere fragen, wies ihnen geht und wie sie sich fühlen
* andere einschätzen und einordnen = "kontrollieren" (sofort spüre ich scham): aha, sie sagt das weil sie das braucht oder in gruppensituationen: situation abchecken (wer sagt was, wer ist ruhig,...)
* in der früh kaffee trinken und den labtop aufdrehen
* wenn etwas sehr gut schmeckt, nicht aufhören können, zu essen
* angst, zu wenig zu bekommen
* bei streitsituationen, wenn ich nicht verstanden werde oder angegriffen werde -->  wut  -->  zuerst schimpfen, dann rückzug, gehen, tür zumachen und vor mich hinbrodeln oder wenn ich draußen bin: sehr schnell weggehen
* bei stress und erschöpfung: grantig sein, fernsehen
* wenn ich unsicher bin werde ich klein, schüchtern und ruhig und bebachte

21.06.2016

If/When you find your purpose, do something about it...



There is a vitality, a life force, a quickening that is translated through you into action, and there is only one of you in all time.  
This expression is unique, and if you block it, it will never exist through any other medium; and be lost. The world will not have it.
It is not your business to determine how good it is, not how it compares with other expression. It is your business to keep it yours clearly and directly, to keep the channel open. 
You have to keep open and aware directly to the urges that motivate you. Keep the channel open.

Martha Graham
und: http://upliftconnect.com/12-life-lessons/ 

15.06.2016

vom gehen (müssen)


aus irgendeinem grund lese ich gerade zwei bücher gleichzeitig, die mich berühren und nicht mehr loslassen: allein durch die wildnis und im meer schwimmen krokodile.

sarah marquis (http://sarahmarquis.ch/explorer/) beschreibt in ihrem buch, wie sie drei jahre lang von sibirien bis australien geht! allein! als frau! freiwillig. sie bereitet sich zwei jahre darauf vor. und ihre reise ist extrem anstrengend. und gleichzeitig wunderbar. sie wurde von national geographic zur abenteurerin nominiert.

das buch "im meer schwimmen krokodile" (von Fabio Geda) erzählt die geschichte einer flucht. Enaiat, ein ca 10 jähriger Afghane wird von seiner mutter gezwungen, sein dorf zu verlassen. dann verlässt sie ihn und er ist auf sich alleine gestellt. dieses buch hat mich berührt. und macht mich nachdenklich. auch seine reise ist unglaublich anstrengend. er hat schmerzen und muss über berge gehen. er ist nicht vorbereitet...
"Wie kann man so mir nichts, dir nichts sein Leben ändern, Enaiat? Sich an einem ganz normalen Vormittag von allen verabschieden? Man tut es einfach, Fabio, und denkt nicht weiter darüber nach. Der Wunsch auszuwandern entspricht dem Bedürfnis, frei atmen zu können. Die Hoffnung auf ein besseres Leben ist stärker als alles andere." (Fabio Geda: Im Meer schwimmen Krokodile. Eine wahre Geschichte.)
vielleicht geht es beiden ums frei atmen. ich werde sarah marquis weiter lesen und dann schauen, warum sie geht... auf jeden fall sind die beide unglaublich, diese wahren geschichten!

13.06.2016

faire schuhe!

http://ethletic.com

http://www.veja-store.com/en/

http://www.lunge.com


08.06.2016

riding the waves


once, a meditation teacher of mine described life to me as a series of waves crashing along the shore, and we're like people swimming in the ocean. just when you think the water has calmed, another wave comes to crash over your head. If, every time it calms, you think: Ah, now I can relax forever, you'll be disappointed when the waves crash. but if you spend your life preparing for the crashing of the waves, you'll be in a constant way of stress. the key is to remember to ride the waves; to float in the moments when waves aren't crashing, and to take the waves as they come." (flow magazine)
endlich habe ich zeit. in der kleinen stadt. erleichtert. dass ich mich so erleichtert fühle. keine sorgen wegen morgen. einfach zeit zum genießen und um mich selbst kümmern und zeit um mich um andere zu kümmern!!! endlich! ich kann laufen gehen, schwimmen, kinder treffen und große menschen treffen. ich hab sogar zeit um mein handy zu hause zu lassen. und um meine schlüssel im schuh zu verstecken, wenn ich schwimmen gehe. ich habe zeit, um meine kleidung auszumisten und beim sortieren zu helfen. ich habe zeit zum helfen! zum zuhören. zum freundlich sein. zum schreiben. zum lesen. zum wäsche waschen und kochen....

03.06.2016

wenn es keine sicherheit gibt... let it go!

... ist die angst der wegweiser! 
(diese erkenntnis hatte ich schon öfter, ich weiß... aber es dauert etwas bis ich sie leben kann...) und wenn sich die angst in meinen körper schleicht, mich zusammenzieht, will sie mir sagen: achtung, jetzt kommt etwas neues. mach dich bereit. es kann nämlich sein, dass du daran zugrunde gehst...  und dann kommt der knackpunkt - wie mit der unsicherheit umgehen? um... gehen!
kann es nicht immer sein, dass man an etwas zugrunde geht? 
geht die natur nicht ständig zugrunde? jeder tag geht zu ende, jede blüte verblüht, alles hat ein ende - nur die wurst hat zwei ;-) 
und wer will nicht lieber aus liebe als gar nicht zugrunde gehen?

und warum bin ich so gekränkt, wenn mir jemand egoistische absichten vorwirft? weil ich gelernt habe, dass ich nicht "böse" sein darf. und ich hatte immer den eindruck böse zu sein. also gierig und egoistisch... und stark... so dass ich immer aufpassen sollte, um anderen nicht unabsichtlich weh zu tun, um ihnen keinen roten fleck zu schlagen... 
vielleicht mag ich deshalb frozen so gerne, den film in dem es eine sehr starke frau gibt, ein sehr starkes mädchen, das die eigene kraft sehr lange zurückhalten will, weil es glaubt, brav und perfekt sein zu müssen... und dann schafft sie es. zuerst geht sie weg und glaubt alleine sein zu müssen. aber dann erkennt sie, dass sie sein darf, wie sie ist!
wie wäre es statt angst zu haben, andere zu verletzen oder zu kränken darauf zu vertrauen, mich anderen zumuten zu dürfen?! und nur ich kann mir die erlaubnis dazu geben!
let it got! the perfect girl is gone!



02.06.2016

erlaube dir heute, stark zu sein.


manchmal gebe ich sie ab, die verantwortung. und füge mich an die vorgaben meiner umgebung. manchmal werden sie ausgesprochen, die vorgaben: hör auf zu weinen! manchmal interpretiere ich sie: "aha, wenn sie nicht will, dass er weint will sie sicher nicht wissen, was ich wirklich meine und denke. dann will sie einfach nicht gestört werden."
und wenn ich diesen stimmen gehorche, obwohl ich etwas zu sagen hätte, obwohl ich wut oder traurigkeit oder angst empfinde. wenn ich mich kontrolliere, zuschaue, mich abwende, mach ich das, weil ich gelernt habe, dass widerspruch unhöflich ist und dass einer-meinung-sein zugehörigkeit bedeutet. und mir ist zugehörigkeit und rücksicht wichtig. 
und gehört werden. ich liebe es zu hören, auch wenn gar nichts gesagt wird. und gleichzeitig erwarte ich gehört zu werden. auch wenn ich nichts sage. 
hier erkenne ich ein kleines ;-) problem: ich will verstanden werden und zugehörig sein, traue mich aber nicht, mich auszudrücken. ich kann also nicht gehört werden, wenn ich nicht rede. ich kann nicht gesehen werden, wenn ich mich verstecke. und ich kann nicht zugehörig sein, denn jamend der weder spricht noch hört noch da ist, ist eigentlich unsichtbar :-( 
und nur ich selbst kann mir die erlaubnis geben. zum sichtbar sein. zum sprechen. zum hören.
ja... man soll die stimmen hören und ernst nehmen, die in einem sind. ok. es gibt also einen guten grund für mein schweigen und mich abwenden: wertschätzung und zugehörigkeit. ok. auch wenn ich das als langweiliges bedürfnis abwerte, ist es anscheinend da und wichtig.
gleich meldet sich wieder eine stimme, die sagt: sei dir selbst zugehörig!
es gibt ja auch noch eine andere strategie. und zwar wirklich hören. hören ist mir ja sehr wichtig. wirklich hören würde bedeuten, wirklich interessiert sein und nicht zumachen sondern hören, ohne gleich zu denken, abgelehnt zu werden. wie kann ich mich denn aufregen, wenn jemand andere meinungen nicht zulässt und ich lass das selbst nicht zu? aber wie kann ich das schaffen??? wie kann ich nicht gleich auf 180 gehen, wenn ich bestimmte aussagen höre? wie kann ich eine kleine pause vor meiner reaktion nehmen? entschleunigen. das ist noch keine konkrete handlungsanweisung... 
im skriptum steht, es gibt einen unterschied zwischen meinen inneren stimmen und meiner selbst. meine inneren stimmen habe ich angenommen, sie repräsentieren anteile von mir, aber nicht mich selbst! es benennen! ok... also wir haben die zwei stimmen: die vorsichtige, rücksichtsvolle Anpasserin (oder strenge Lehrerin) und die mutige Pippi, die sagt was sie denkt und macht was sie will. Die Lehrerin will Sicherheit, Zugehörigkeit, Vorhersehbarkeit und Pippi will Lebendigkeit, Auseinandersetzung, Inspiration, echte Verbundenheit (sie ist eigentlich auch eine Ronja).  mein selbst will aus der schule ins leben!
ich glaube für mich ist zugehörigkeit eine strategie und kein bedürfnis. das bedürfnis wäre verbundenheit sicherheit und schutz und vorhersehbarkeit sind für mich auch strategien - vertrauen ist das bedürfnis. das heißt eigentlich will meine lehrerin vertrauen und verbundenheit für mich. dafür kann ich dankbar sein! da geht mein herz auf (ich habe gelernt, dass ein bedürfnis dann ein bedürfnis ist, wenn einem das herz aufgeht).

25.05.2016

mich zeigen!



Am Freitag bin ich direkt vom Flughafen ins GFK Vertiefungstraining gepilgert :-) Es war ein sehr angenehmes und inspirierendes und erkenntnisreiches Wochenende!

* Ich bin drauf gekommen, wieviel ich unternehme, um mich nicht zu zeigen, wie ich bin sondern um mich so zu zeigen wie ich sein will und glaube sein zu müssen!!! und natürlich kann ich dann weder gehört noch gesehen werden!!! nur wenn ich mich zeige, kann ich gesehen werden! das fängt bei meinem bauch an - wie oft zieh ich ihn ein. und es geht bis dorthin wo ich überlege, was passiert wenn ich das jezt sage... und ich habe angst, wenn ich dran denke, es anders zu machen. denn mich wirklich zeigen heißt ja auch, angreifbar werden! mittlerweile weiß ich, dass ich die angst angehen kann also keine angst vor der angst ;-)

* ich lehne vieles ab. und fühl mich dann abgelehnt. ich lehne zum beispiel eine politisch inkorrekte sprache ab. und reg mich auf. ohne hinzuhören was mir mein gegenüber eigentlich sagen will... der innere polizist... was will er? frieden und rücksicht.

* oder ich höre ein nein, auch wenn es mich gar nicht betrifft und drücke weder mein gefühl noch mein bedürfnis aus. wenn ich wahrnehme hier wird nicht über gefühle geredet, rede ich nicht drüber. ich verhalte mich wie ein kleines wohlerzogenes kind. wenn es keine erlaubnis bekommt, tut es nicht, was es will. ich habe lust über diese hürde zu gehen und gefühle auszudrücken. und zwar dort, wo sie hingehören. mir selbst die erlaubnis geben. will ja in echten kontakt treten. sonst wird mir fad und ich steige aus und zieh mich zurück. also dazu stehen was ist. und es sagen!

* Sind wir bereit uns zu irren? fehler machen und willkommenheißen - bedauern

* zwischen dem auslöser und der reaktion gibt es einen raum, in diesem liegt unsere gesamte freiheit - es gibt immer drei möglichkeiten: empathie, selbstemathie, euthentischer ausdruck!

* wenn ich keine wahl empfinde, empfindet mein gegenüber wahrscheinlich auch keine

* nein sagen um die beziehung lebendig zu machen - zum nein ja sagen - stimmen hinter ja und nein anschauen - aufrichtig sein als Geschenk für andere